EDID — Extended Dis­play Iden­ti­fi­ca­tion Data

EDID steht für „Extended Dis­play Iden­ti­fi­ca­tion Data” und ist eine 128-Byte-Daten­struktur, mit der eine Anzeige ihre Fähig­keiten beschreibt. Im EDID spei­chern TV-Geräte und Moni­tore tech­ni­sche Daten wie Her­steller, Seri­en­nummer, Her­stel­lungs­datum, Native Auf­lö­sung, Tat­säch­liche Dis­play-Größe u.v.m.

Für die Über­tra­gung der Daten­struktur vom Monitor zur Gra­fik­karte wird übli­cher­weise der I²C-Bus ver­wendet. Die Kom­bi­na­tion von EDID und I²C-Bus nennt sich Dis­play Data Channel (DDC). Sie ist eine Kom­mu­ni­ka­ti­ons­schnitt­stelle zwi­schen Bild­schirm und PC und ermög­licht so, dass aus­han­deln der opti­malen Auf­lö­sung, der Bild­wie­der­ho­lungs­fre­quenz, etc. Ohne einen funk­tio­nie­renden EDID-Aus­tausch wird ent­weder kein Bild oder ein feh­ler­haftes bzw. nicht opti­males Bild ausgegeben.

 

Ein EDID-Aus­tausch läuft in 6 Schritten ab:

1. DIE ERSTE QUELLVERBINDUNG

Zunächst wird eine Quelle an das Ziel­gerät ange­schlossen. Nach dem Ein­schalten ver­sorgt sie das Ziel­gerät mit einer +5 Volt-Versorgungsspannung.

 

Der gesamte EDID-Schalt­kreis wird mit dieser Span­nung ver­sorgt, sodass ein EDID-Aus­tausch statt­finden kann, auch ohne dass das Dis­play in Betrieb ist.

2. BESTÄTIGUNG DER QUELLVERBINDUNG UND ÜBERGABE

Wenn der EDID-Schalt­kreis des Ziel­ge­räts in Betrieb ist, bestä­tigt er die Ver­bin­dung zur Quelle. Dazu ändert er das soge­nannte HPD (Hot Plug Detect)- Signal von „niedrig“ auf „hoch“.

3. EDID-ANFRAGE VOM ZIELGERÄT

Sofern von der Quelle ein hohes HPD-Signal erreicht wurde, fragt sie die EDID-Daten des Ziel­ge­räts über den DDC-Kanal ab.

4. ÜBERTRAGUNG DER EDID-DATEN ZUR QUELLE

Das Ziel­gerät emp­fängt den Befehl für die Anfrage und sendet dar­aufhin über den DDC-Kanal die EDID-Daten zur Quelle.

5. VIDEOAUSGABE DER QUELLE BASIEREND AUF DEN EDID-DATEN

Die Quelle sendet den Video­in­halt an das Ziel­gerät. Die Daten ent­halten Infor­ma­tionen zu der gewünschten Auf­lö­sung, Bild­wie­der­hol­fre­quenz und Farbraum.

6. HDMI-ZIELGERÄTE UND ‑QUELLEN WIE Z.B. FERNSEHER UND BLU-RAY DISC PLAYER

Bei HDMI-Ziel­ge­räten beinhalten die EDID-Daten meis­tens ein oder meh­rere Daten-Erwei­te­rungs­seg­mente mit kom­pa­ti­blen Zeit­ab­läufen für DTV-Geräte. Diese Erwei­te­rungs­ele­mente erkennt die Quelle mit einer soge­nannten „Flag“ im pri­mären EDID-Seg­ment und fragt sie dann vom Ziel­gerät an.